Alltag in den Medien - Medien im Alltag by Jutta Röser, Tanja Thomas, Corinna Peil

By Jutta Röser, Tanja Thomas, Corinna Peil

Den Alltag auffällig zu machen und ihn als Bezugspunkt der Medienkommunikationsforschung in den Blick zu rücken, ist Ziel des vorliegenden Bandes. Im ersten Teil werden Konstruktionen von Alltag in medialen Deutungsangeboten thematisiert: Alltag in den Medien wird u.a. anhand von Reality-TV, Geschlechterinszenierungen in Serien sowie Konventionen im Journalismus untersucht. In den Beiträgen des zweiten Teils stehen Prozesse der Medienaneignung in Alltagskontexten im Mittelpunkt: Um Medien im Alltag zu beleuchten, wird der Gebrauch von Print-, electronic- und anderen Medien in ihrer Verflechtung mit alltäglichen Praktiken analysiert. Die versammelten Beiträge stellen dabei vielfältige Theoriebezüge her, so zu den Cultural reviews, den Gender Media stories und den Arbeiten von Pierre Bourdieu.

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Immobilien-Projektentwicklung: Wettbewerbsvorteile durch strategisches Prozessmanagement

Für Unternehmen der Immobilienwirtschaft stellt die unstable Markt- und Wettbewerbssituation eine große strategische und strukturelle Herausforderung in Bezug auf Flexibilität, Effektivität und Effizienz dar. Drohenden Markt-, Umsatz-, Ergebnis- und Personaleinbußen, bis hin zu Unternehmenskrisen und -schließungen, sollte proaktiv entgegengewirkt werden.

Ethnizität, Geschlecht, Familie und Schule: Heterogenität als erziehungswissenschaftliche Herausforderung

Zu einer der großen Herausforderungen im 21. Jahrhundert gehört es, Modelle für das Verstehen von und den Umgang mit Vielfalt in gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten zu finden. Heterogenität wird in diesem Zusammenhang zunehmend mehr zum Leitbegriff der Beschreibung und examine dieser Vielfalt in den Dimensionen der sozialen, kulturellen und sprachlichen Herkunft und des Geschlechts, des Alters sowie individueller Voraussetzungen.

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Die Castingshow: Überlegungen zum Genre Ein Casting, so definiert es der Brockhaus (2006), „ist ein Auswahlverfahren bei der Rollenbesetzung von Theaterstücken, Modenschauen sowie Fernseh-, Filmund Musikproduktionen“. Castingshows sind Talentwettbewerbe, bei denen das Können junger Menschen von einer Jury bewertet und dann die GewinnerInnen meist per Publikumsabstimmung bestimmt werden. Im Mittelpunkt standen zunächst vor allem gesangliche oder tänzerische Fähigkeiten, in den letzten Jahren sind berufliche Wettbewerbe etwa um einen Model- oder Ausbildungsvertrag hinzugekommen.

Dass diese Entwicklungen auch das deutschsprachige Fernsehen erreicht haben, zeigt die Tatsache, dass inzwischen eine Version von Honey, We’re killing the kids (Liebling, wir bringen die Kinder um, RTL II) auch in Deutschland ausgestrahlt wurde. Insbesondere das „Computer-Morphing“, das Eltern vorführt, wie sich ihr übergewichtiges Kind bei gleich bleibender Ernährung entwickeln und in welchem Alter es potenziell versterben wird, erregte Aufmerksamkeit und Kritik. 7 In der Zusammenschau gilt es zunächst zu konstatierten, dass Formate des Lifestyle-TV in vorliegenden Arbeiten als Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Trends einer Proklamation von Selbstreflexivität und Autonomie der Einzelnen interpretiert werden; es gelte, sich selbst, den eigenen Körper und das Glück als Objekt der Investition und Kreativität zu betrachten und kontinuierlich zu überwachen.

Medien – Diversität – Ungleichheit. Zur medialen Konstruktion sozialer Differenz. Wiesbaden: VS, 225–244. Thomas, Tanja (2008c): Marktlogiken in Lifestyle-TV und Lebensführung. Herausforderungen für eine gesellschaftskritische Medienanalyse. ): Neoliberalismus. Analysen und Alternativen. Wiesbaden: VS, 147–163. Thomas, Tanja/Krotz, Friedrich (2008): Medienkultur und Soziales Handeln. Begriffsarbeiten zur Theorieentwicklung. ): Medienkultur und soziales Handeln. Wiesbaden: VS, 17–42. Thomas, Tanja/Langemeyer, Ines (2007): Mediale Unterhaltungsangebote aus gesellschaftskritischer Perspektive: Von der Kritik an der Kulturindustrie zur Analyse der gegenwärtigen Gouvernementalität.

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